Wem gehört die Stadt?

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Antwort: Es gibt Fragen, die sind einfach zu beantworten, wenn man auf stur schaltet, oder schwierig, wenn man sich ein paar Gedanken macht. Die einfache Version: Schau ins Grundbuchamt, Depp, da steht’s. Diese Antwort geben Investoren, einfach gestrickte Kommunalpolitiker und Hausmeister. Die schwierige Variante gibt nicht nur eine komplizierte Antwort, sondern stellt auch noch die Frage immer wieder neu, damit die Antworten kompliziert bleiben. So machen es die Stuttgarter, so machen es die Dreimühlenviertler mit der Baywobau, so wird es überall gemacht, wo große Projekte unsere Städte verändern wollen oder müssen.
Dass diese Frage wichtig geworden ist, sieht man auch an der Flut von Veranstaltungen, die sich um dieses Thema kümmern, in München genauso wie in der ganzen Republik. Die weit überwiegende Mehrzahl der Deutschen wird in der Zukunft in Städten leben, das Projekt der lebenswerten Stadt ist also nicht irgendein gspinnertes Projekt von Leuten, die ihren Dackel ayurvedisch ernähren wollen, sondern eines, das fast alle angeht.
Wem die Stadt gehört?
Eine Stadt besteht überwiegend aus massivem Zeugs, Immobilien, der Infrastruktur, guter oder schlechter Umwelt, Wirtschaftskraft. Aber eben nicht nur. Und leider spürt man die Existenz dieser luftigeren Dinge erst, wenn sie verschwunden sind. Geschichte, Menschen, Kulturen des Zusammenlebens, Kommunikation. Besonderes Merkmal: Das meiste davon ist nicht zu kaufen oder mit Baumaschinen herzustellen. Wem gehören diese Dinge? Sie gehören den Bürgern und Bürgerinnen, die hier leben und arbeiten. Die sich engagieren oder auch nicht. Die sich engagieren, wenn es brennt, die plötzlich Wichtig-Worte wie Gentrifizierung und Revitalisierung und Parkraummanagment-Realignment lernen und anwenden müssen.
Wenn diese Kulturen der Stadt und der Stadtteile nicht nur gefährdet, sondern sogar ausgebeutet werden, dann werden manche Bürger fuchtig. Mit Recht. Es geht eben um ihr Eigentum, oft um so was Einfaches wie Verkehrsbelastung oder Baumfällungen und Kigaplätze.
Intelligente Investoren erkennen das Potential, an Protest, aber auch an Profit, wenn man dieses  besondere Eigentum der Bürger und Bürgerinnen achtet und mehrt. In Zukunft muss es heißen, wer das Gespräch, die Einbeziehung der Bürger und -innen verweigert, muss die Folgen tragen. Imageverlust, finanzielle Nachteile, Prozesse.
Und nicht zu vergessen: Die Rolle der kommunalen Behörden, der Städte. Hier erlebt man, in den Auseinandersetzungen der Gegenwart alle Varianten. Die schlechteste: Wenn sie vor lauter sogenannten Sachzwängen und Interessen, vor allem wegen kurzfristigem Denken den Verlust dieser wertvollen Stadtkulturen Vorschub leisten. Die zweitschlechteste: Wenn man sich vor politischer Verantwortung drückt und auf die Buchstaben der Gesetze verweist. Nach dem Baurecht oder der Grünanlagensatzung sei doch alles geplant: Was man denn eigentlich wolle, etcpp.
Da müssen die Trommeln dann lauter werden, und ein verbogener Bauzaun ist da schon fast im Bereich der Legalität. Fast, liebe Stuttgarter Parkschützer, fast. Ein verschobener Bautermin oder ein geschäftsschädigender Imageschaden durch erzwungene Transparenz schon. Im Münchner Dreimühlenviertel ist ein guter Anfang gemacht, Bürger haben sich verbunden, ein Investor scheint ernsthaft zuzuhören und die Stadt … braucht halt noch a bisserl, gell, Frau Stadtbaurätin Merk.                    Heiße Grüße vom Schmied

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